Zitate

Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht.

Marie von Ebner-Eschenbach

Newsflash

04.07.2008

WCDTD im neuen Gewand

Was lange währt wird endlich gut. Die Seiten des WCDTD haben ein neues Layout und eine neue Optik.
Ich hoffe es gefällt.
Brightest Blessings
Lady Morgana

Interessantes

30.12.2008

Link geändert

Nexia aus Österreich hat mich darauf aufmerksam gemacht das sich ihre URL geändert hat.
Ich habe auch gleich ihr neues Banner geholt und eingebunden. Danke Nexia für den Hinweis.



24.08.2008

Das Gästebuch

ist jetzt fertig und in Betrieb. Sollte jemand einen Fehler entdecken bitte mir mitteilen was schiefläuft damit ich den Fehler beheben kann.

Das allererste Julfest

(aus dem englischen von Lady Morgana))

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da lebte eine wunderschöne junge Frau auf einer blauen und grünen Insel. Sie hatte viele Freunde auf dieser Insel, die Feen, Bäume, Blumen, Hasen, Rehe und Vögel... aber sie war die einzige Person die dort lebte. 

Sie wollte gerne ihre Freunde und ihre Geheimnisse mit anderen Leuten teilen, die so waren wie Sie selbst und so fing sie an Töchter zur Welt zu bringen. Jedes Monat, wenn der Mond sich versteckte und nicht zu sehen war, brachte sie eine Tochter zur Welt. Die ersten 6 Monate brachte sie Töchter mit dunkler Haut und dunklen Augen zur Welt. Die letzten 6 Monate brachte sie Töchter mit heller Haut zur Welt. Im 7. Monat jedes Jahres brachte die Erste Mutter aber einen magischen, heiligen Eichenbaum in die Welt.

So vergingen viele Jahre und viele Töchter wurden geboren und auch eine stattliche Anzahl von Eichenbäumen. Die Töchter spielten mit den Tieren und mit einander. Sie kletterten auf die Äste der Eichen und pflückten Blumen mit den Feen.

Eines Tages brachte die Erstgeborene Tochter der Ersten Mutter selbst eine Tochter zur Welt. Die Erste Mutter war sehr stolz und froh. Ihr Bester Freund, eine sehr weise und alte Eiche gab ihr eine silberne Krone als Geschenk und sagte Ihr, das sie nun eine Großmutter wäre.

Bald darauf fingen auch die anderen Töchter an Töchter zur Welt zu bringen und die Insel wurde ein noch glücklicherer Platz, voll von Babies, kleinen Mädchen und Mammis, die alle zusammen mit den Tieren, den Bäumen und den Feen spielten.

In einer Winternacht als der Mond sich wieder einmal versteckte brachte eine der Töchter ein Baby zur Welt, daß anders war als alles was sie auf der Insel je gesehen hatten. Es war keine Tochter, es war nicht einmal ein Eichenbaum... Es war ein kleiner Junge.

Es war eine schrecklich dunkle und kalte Nacht, die längste Winternacht des Jahres. Und so kam es das alle Töchter und all die Tiere sich ganz eng zusammendrängten um es warm und kuschelig zu haben. Nach dem sich ihre Aufregung über das ganz neue Baby gelegt hatte, merkten die Töchter und die Tiere das es dem kleinen Baby-Jungen gar nicht so gut ging. Er war nicht so stark und so warm wie die Babies und Bäumen, die gewöhnlich auf der Insel zur Welt kamen. Alle fingen an sich Sorgen zu machen um den kleinen neugeborenen Jungen und versuchten zu helfen in warm zu halten. Die Tiere mit dem weichsten und kuscheligsten Fell rückten ganz nahe an die Mutter und den kleinen Jungen heran, die Feen stäubten Zauberstaub auf ihn und die kleinen Mädchen sangen wundervolle Lieder und tanzten durch den Raum

Aber der kleine Junge konnte nicht warm genug werden und bald war ihm sogar zu kalt um zu weinen oder um die heilende Milch seiner Mutter zu trinken.

Die erste Großmutter hatte so schreckliche Angst um den kleinen Enkelsohn! Sie versuchte ihre Tränen vor ihren Töchtern zu verstecken und lief deshalb hinaus in den Wald. Der Schnee lag sehr tief und glitzerte weiß! Sie versuchte zu gehen, aber der Schnee lag allzu tief. Da kam ihre Freundin die Eule und trug sie empor über die mit schneebeladenen Wolken, tief in den magischen Wald hinein, dorthin wo ihr erstgeborener, weisester, Freund die Heilige Eiche lebte. Die erste Großmutter hatte sich nämlich vorgenommen ihren Freund um Rat zu fragen, wegen des kleinen Jungen

Als die Eule die Lichtung erreichte, wo die Heilige Erste Eiche lebte, stockte der Großen Mutter der Atem! Dort lag kein Schnee auf dem Boden und in der Mitte eines perfekten Kreises lag Ihr Freund die Eiche. Der Baum war zu Boden gefallen und in einen großen Haufen von Ästen und Holzscheiten zerbrochen. Sie rannte herbei und kniete neben dem zerbrochenen Baum nieder und ihre Tränen wurden zu Eistropfen, die über ihre Wangen kullerten.

Während sie noch versuchte zu verstehen, was mit ihrem lieben Freund geschehen war, kam ein Kojote in den Kreis und ließ sich neben ihr nieder. Zuerst küßte der Kojote ihre Tränen weg und flüsterte der Großen Mutter dann ein Geheimnis ins Ohr. 

Die Große Mutter nickte und mit der Hilfe des Kojoten und der Eule sammelte Sie einige der Äste von ihrem ältesten Freund der Eiche und sie kehrten damit zurück zu den Töchtern und dem kleinen Jungen.

Mit den Geschenken der Eiche und dem Geheimnis des Kojoten entzündete die Große Mutter das allererste Feuer, das irgend jemand auf der blauen und grünen Insel jemals gesehen hatte. 

Die Feen waren erschrocken. Sie hatten niemals etwas ohne Flügel so tanzen gesehen. Die Tiere lachten. Sie hatten niemals so helle Farben gesehen außer bei Frühlingsblumen. Die Töchter wußten nicht ob sie lachen oder weinen sollten. Sie hatten niemals, mitten im Winter, etwas so warmes wie den Sand an einem Sommertag am Strand gefühlt

Die Mutter brachte den kleinen Jungen nahe ans Feuer heran näher als jeden der anderen. (Sie waren alle noch ein wenig ängstlich vor dem neuen Ding das man Feuer nannte.) Das Baby öffnete seine Augen erst nur ein kleines bisschen und wackelte mit den Fingern. Dann lächelte er und bewegte auch seine Zehen. Als ihm warm genug war kuschelte er mit seiner Mutter und trank Milch und bald war jedermann sicher, daß es dem kleinen  Jungen gut gehen würden. Sie alle waren so glücklich, daß sie um das Feuer herum tanzten und ihre Lieblingslieder sangen und kleine Geschenke für das Feuer herbeibrachten.

Der kleine Junge wuchs stark und kräftig heran und daß nur wegen des Geschenkes, daß die Erste Eiche so selbstlos gegeben hatte. Er hatte viele Söhne und lehrte sie alle zur Zeit des 7. Dunkelmondes Eicheln pflanzen, damit immer viele, viele Eichen auf der Insel wachsen sollten.

Jeden Winter, in der längsten, kältesten und dunkelsten Nacht des Jahres, entzündeten die Leute die auf der blauen und grünen Insel lebten ein ganz besonderes Feuer. Sie fällten einen speziellen Baum und ehrten Ihn mit glänzenden Verzierungen und glitzerndem Feenstaub. Sie nahmen einen ganz besonderen Ast und sangen ihre Lieblingslieder während sie ihn schmückten und dann schenkten Sie diesen Ast dem Feuer als ein besonderes Geschenk... und alle Kinder hörten die Geschichte von dem Geschenk der ersten Eiche.

In der längsten Nacht des Jahres, wann immer Du eine Kerze anzündest oder ein Feuer, erinnere Dich an die Geschichte von der Ersten Großmutter und dem Kojoten, der ihr das Geheimnis verriet:
Egal wie kalt und dunkel es auch sein mag, die Sonne wird immer wiedergeboren werden und uns wieder Licht und Wärme bringen.